Gedicht als Dessert

Ich habe mal so aus Gaudi für einen Bekannten ein kleines Kochbuch gemacht und dazu immer wieder Gedichte dazwischen geschrieben. Manche von mir aber auch „geklaute“.
Dieses Gedicht ist aber von mir.

Zum Dessert gabs folgendes Gedicht:

Ja so a Nachtisch schmeckt scho guat
wenn ma`s richtig macha duat
wird`s a Pudding oda a Crem
wos von beiden angenehm
ob`s dann gekocht oder kalt g`rührt
des da Köchin am meist`n interessiert
soll`s sauer oda süaß sei
wenn ja, wia fui Zucka kommt da nei
kennt mas scho oda is unbekannt
oda einfach bloß umbenannt
a so a Nachtisch des is as Tüpfelchen auf`s i
drum schreib i a glei mehra hi.

Da in dieser Firma(das war das Weihnachtsgeschenk für den Chef) nun auch viele Ausländer und auch „Preißn“* (der bayrischen Sprache nicht mächtig) war, habe ich das natürlich auch gleich als „Translation“ dazu geschrieben.

So ein Dessert, das schmeckt schon gut
wenn man es richtig machen tut
wird es ein Pudding oder eine Creme
was von beiden wohl angenehmer
ob es gekocht oder kalt gerührt
der Köchin am meisten interessiert
soll es sauer oder süß sei,
wenn ja, wieviel Zucker kommt da rein
kennt man es schon oder ist es unbekannt
oder einfach nur umbenannt
So ein Dessert ist das Tüpfelchen aufs i
darum schreibe ich gleich viele hin.

* Das Wort Preißn ist nicht diskriminierend gemeint. Für mich eher ein Kosename für unsere, oberhalb des Weißwurstäquator lebenden Freunde.

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6 Kommentare

  1. Habe seid langen nicht mehr so einen tollen Gedicht gelesen vor allem das es um Essen geht, macht es noch besser.

    Lg Mona

  2. Dessert
    Ich esse voller Hochgenuss,
    den ersten Spekulatius.
    Bourbon Vanille liegt daneben.
    Oh Freude ! Hier beginnt das Leben.
    Schokoriegel und Nougat fein.
    Hier bin ich Mensch. Hier darf ich’s sein !

    (c) Olaf Lüken (09.07.2020)

  3. Alles Käse ?

    Ich liebe Käse, bin ganz im Gaumenwahn.
    Heut‘ mach ich Lyrik a Cappella.
    Der Laden riecht nach Parmesan,
    der Boden glänzt wie Mozzarella.

    Ein guter Käse muss jetzt her !
    Ich schaue HIER und schaue DA.
    Hier lockt ein warmer Camembert,
    dort ein kräftiger Gouda.

    Versthen werde ich es nie,
    was ich im Käseblatt da lese.
    Der eine schwärmt für schimmligen Brie,
    der andere für Ziegenkäse.

    Entweder kaufe ich rituell
    oder kriege einen Koller.
    Jetzt hole ich mir Babybel
    und danach den Harzer Roller.

    (c) Olaft Lüken (09.07.2020)

  4. Nicht jeder kann Käse !

    Der Bauer schöpft die Dickmilchwolke,
    Zum Käsen ab, der Rest ist Molke.
    Der Arbeitsprozess schlägt niemals fehl,
    bei Ziege, Schaf, Kuh und Kamel.
    Ist es ein Eber, ’ne Ricke, Maus ?
    Sieht der Vorgang schon anders aus.
    (c) Olaf Lüken (09.07.2020)

  5. Prinzip Hoffnung

    Hoffen, wenn Sturm und Flut,
    rauben dir deinen Lebensmut.
    Hoffnung gibt dir Stück für Stück
    zurück dein tiefstes Lebensglück.

    Dem Kranken spricht sie Genesung zu,
    dem Wanderer ist sie Ziel und Ruh.
    Der Redliche bleibe unverschuldet,
    der Arme braucht Glück, weil er erduldet.

    Frage die Biene, wohin sie fliegt ?
    Frage sie, wo der Garten Eden liegt ?
    Die Hoffnung führt des Bauern Hand.
    Sie macht aus Acker Nahrungsland.

    Es blüht auf öder Heide
    der schönste Rosenstrauch.
    Du siehst, wie aus tiefstem Leide,
    Hoffnung naht, – wie ein Lebenshauch.

    Deine Hoffnung erkennt das Dunkel,
    sieht der Sonne strahlend Angesicht.
    Hoffnung ist wie ein Karfunkel.
    Sie führt dich in ein neues Licht.

    (c) Olaf Lüken (28.01.2023)

    • Hallo Olaf,
      deine Gedichte sind echt schön und haben ein gewisses Etwas, was zum Nachdenken anregt.
      Ich freue mich jedesmal wenn ich sie lese.
      Lieben Dank dafür.
      Lisa

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