Kartoffeln richtig lagern – lange frisch mit diesen Tipps

Die Kartoffel ist ein wahres Allroundtalent. Ob als Beilage, Hauptspeise oder Snack – sie ist vielseitig und kann zu jeder Jahreszeit genossen werden. Sie ist reich an Vitaminen und Ballaststoffen. Sie lässt sich leicht anbauen, ist pflegearm und ihr Ertrag ist hoch. Und zu allem Überfluss ist sie sogar noch sehr lange haltbar, wenn man diese richtig lagert! Doch wie lagert man die Knolle am besten, damit sie auch lange frisch bleibt? Hier findest du die besten Tipps, wie die Kartoffeln richtig lagern sollten.

Die Kartoffellagerung früher

In einer Zeit ohne Kühlschrank und Supermarkt war die Kartoffel wertvoll und überlebenswichtig. So achtete man sehr auf den Umgang mit ihr, dass sie auch recht lange genießbar war. Damals gab es Erdkeller oder Erdmieten in denen die Knolle gelagert wurde (dunkel und kühl) so konnte man nicht nur die Kartoffel, sondern auch anderes Gemüse bis ins Frühjahr, sogar bis zur nächsten Ernte genussfähig lagern.

Alle wichtigen Faktoren der Lagerung

Die beste Lagertemperatur für Kartoffeln sind nicht unter 5 Grad, denn dann verwandelt sich die Stärke in ihr in Zucker und sie schmecken süßlich, was nicht jedermanns Sache ist. Aber die Kartoffel sollte auch nicht über 10 Grad gelagert werden, denn höhere Temperaturen reizen die Kartoffel zum Keimen an. Auch zu beachten ist, dass die Kartoffeln auch unbedingt Luft benötigen. Das ist auch der Grund, warum Kartoffeln nicht in Eimern verkauft werden, sondern in Stoff- oder Plastiksäcke, damit eben genug Luft zu ihnen kommen kann.

Und wie schaut es aus, wenn ich Äpfel auch noch lagern will? Aber dann bitte nicht zusammen, den reifes Obst, auch Birnen und Bananen verströme Ethylen-Gas, das bei Kartoffeln die Keimung anregt.

Also kühl, dunkel und luftig, aber nicht jeder hat einen Keller. Kleine Mengen lassen sich im Kühlschrank lagern, sollten aber nicht zu lange dort verbleiben. Idealerweise ein Keller, wobei die Keller in neuen Häusern nicht wirklich kühl sind. Eine Garage geht auch, wenn es dort frostfrei ist. Die Knollen könnten dort auch mit einer Decke etwas geschützt werden.

Je nach Lagerort ist es auch wichtig, die Kartoffeln vor anderen Lebewesen zu schützen, die deine perfekt gelagerten und genießbaren Kartoffeln in einem kalten Winter verspeisen wollen. Meist sind es Mäuse, die sich über einen kleinen Snack im Winter darüber freuen. Also schaue, dass dein kostbares Gut Mäuse sicher verstaut ist.

Die Kartoffeln auch unbedingt vor Licht schützen, denn wenn sie hell gelagert werden, bildet sich Solanin, ein Giftstoff, der eigentlich vor Fressfeinden schützen soll. Eine Solaninvergiftung macht sich mit Brennen im Hals, Übelkeit, Bauchschmerzen und Durchfall bemerkbar. Eine kleine grüne Stelle an der Kartoffel kann man großzügig schälen und weiterverwenden. Sollte die Kartoffel jedoch für Kleinkinder sein oder komplett grün sein, dann verzichte bitte diese Kartoffeln zuzubereiten.

Hier findest du übrigens auch einen Blogeintrag, wie Kartoffeln richtig gekocht werden.

Kartoffeln richtig lagern Zusammenfassung

  • Temperatur: zwischen 5 und 10 Grad ist perfekt
  • Kartoffeln nicht in geschlossenen Behälter lagern, sondern in einem Netz oder etwas wo Luft hinkommen kann.
  • Obst nicht in der Nähe von Kartoffeln lagern, da Obst Ethylen-Gas verströmt und die Kartoffeln schneller das Keimen beginnen.
  • Kleine Mengen Kartoffeln können im Kühlschrank gelagert werden, jedoch nicht allzu lange.
  • Kartoffeln immer lichtgeschützt lagern, ansonsten entsteht Solanin, welches giftig ist.
  • Wenn die Kartoffel grüne Stellen hat, diese großzügig wegschneiden oder komplett in die braune Tonne, wenn diese komplett grün ist. Die grünen Stellen ist das giftige Solanin.
  • Die Lagerstelle sollte vor Mäuse geschützt sein.

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