Bericht zu unseren Versuchen

Da man das Wetter heute nicht gerade als schön bezeichnen kann und ich von meinen Göttergatten auf die Couch verbannt wurde (Nerv eingeklemmt) versuche ich etwas nachzuholen, was wir in letzter Zeit vernachlässigt haben, das bloggen.
Dass ich immer sehr neugierig bin, probiere ich das ein oder andere auch aus.

Bericht zu den „Heukartoffeln“

Im Frühjahr haben wir alte Kartoffeln einfach auf die Wiese gelegt und mit Heu bedeckt. Es hat zwar lange gedauert, bis sich das Grün der Kartoffeln durch das Heu gearbeitet hat, aber immerhin sind welche gewachsen. Zurzeit ist das Kraut noch grün und es schauen auch schon Kartoffeln durch das Heu. Aber die sind natürlich grün geworden. Fazit bis jetzt, das nächste Mal die Heuschicht mindestens verdoppeln und ich habe bisher nicht für die Kartoffeln arbeiten müssen. Mal schauen, wie es in ca. 6 Wochen mit der Ernte ausschaut. Die grünen Kartoffeln werden dann für nächstes Jahr eben das Saatgut. Wenn ich es nicht vergesse, berichte ich noch mal darüber.

Bericht zu meiner eigenen Kartoffelzüchtung

Wir haben eine sehr späte Kartoffelsorte mit einer dunkelrosa Schale und ebendiese hatte letztes Jahr Samen angesetzt. Das sind die runden Dinger, die man nicht essen kann. Heuer im Frühjahr habe ich sie in der Wohnung ausgesät und kleine Kartoffelpflänzchen erhalten. Nach den Eisheiligen wurden sie ausgepflanzt und gehätschelt, damit sie nicht eingehen. Der Reifezeitpunkt dieser Kartoffeln ist sehr unterschiedlich. Da ich letztes Jahr 12 verschiedene Kartoffeln auf dem Feld stehen hatte, weiß ich natürlich nicht, wer der „Vater“ ist. So sind die Nachkommen unterschiedlich. Jetzt wird jede einzelne Pflanze extra geerntet, beschrieben und getestet und die am besten trägt, am gesündesten ist und ganz klar am besten schmeckt wird nächstes Jahr als Saatkartoffel hergenommen. Einen Namen braucht sie dann auch noch. Rolf meinte „Mona Lisa“ hört sich nicht schlecht an.

Bericht zu Bokashi

Ich habe mich mal an den Bokashi ran gemacht.(Mehr Info könnt ihr ja googeln, sonst werde ich heute nicht mehr fertig). 2 Popcorn Eimer ineinander gestellt und fertig. Nein, nicht ganz so einfach. Eimer 1 habe ich am Boden mit dem Bohrer durchlöchert, so ca. 20 Löcher.
Eimer 2 bekommt am unteren Rand ein großes Loch mit dazu passendem Weinkorken zum Verschließen. So, nun Eimer 1 in den Eimer 2 stellen (es sind ca. 5 cm Zwischenraum) und den oberen Eimer mit Küchenabfall, Kartoffelschalen, Zwiebelschalen, Kaffeesatz usw. befüllen. Ich habe noch Kräuter dazu gegeben, aber bitte keine Essensreste. Joghurt, Hefe und etwas Sauerkraut wird miteinander vermischt und über die Küchenreste gegeben. Das Ganze gut mischen und mit einem fest schließenden Deckel versehen. Der Deckel ist wichtig, damit es luftdicht bleibt (riecht etwas ungewohnt). Nach ein paar Tagen hat sich eine Flüssigkeit im Zwischenraum angesammelt, die kann man nun zum Düngen hernehmen. Es handelt sich hier um EM=effektive Mikroorganismen. Mein Eimer hat einen durchsichtigen Deckel und so kann ich den Vorgang gut beobachten. Nach 14 Tagen in der warmen Küche ist alles mit einer weißen Schicht bedeckt. So fleißig waren die Mikroorganismen. Der Inhalt kommt nun in den selbstgebauten Thermokomposter. Siehe nächster Versuch.

Bericht zu Terra Preta

Am besten gleich mal googeln, da spare ich mir viel Arbeit. In den Thermokomposter habe ich vorgelagerten Mist, Biokohle (auch selbstgemacht) Bokashi und noch einige Kräuter geschichtet und am Ende mit einer Kräuterbrühe begossen. Vom Ergebnis kann ich leider erst spätestens nächstes Jahr berichten.

Bilder haben wir dieses Mal nicht gemacht. Ich kann den Fotoapparat nicht immer und überall dabei haben oder man denkt ganz einfach nicht daran, dass man das Thema eigentlich bloggen könnte.
Ich hoffe, ich habe eueren Entdeckergeist geweckt und wünsche noch ein schönes Wochenende.

Lisa und Rolf

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3 Kommentare

  1. Ihr macht ja richtige Experimente. Es hört sich alles spannend an. Ich bin immer auf der Suche nach guten Kartoffeln. Da wird auf dem Markt viel „Mist“ angeboten. Auf Dein Kartoffelergebnis bin ich gespannt. Die Heukartoffeln wären ja der Hammer wenn ein positives Ergebnis heraus kommen würde. Das wäre eine Entdeckung.

    Danke für Deine interessante Info.

    Viele Grüße und schönes Wochenende
    Traudl

    • Das mit den Heukartoffeln habe ich nicht selbst erfunden, das habe ich auch gelesen. Ist also nicht auf meinem Mist gewachsen.

      Auf den Markt kommen die Kartoffeln, die gleichmäßig groß sind, keine Augen haben(zuviel Abfall beim schälen)so wie sie halt der Verbraucher, aber in erster Linie die Industrie gebrauchen kann.
      Der Landwirt braucht Sorten die zur Erntemaschine passen und die von Mons…. und den dazu passenden Spritzmittel vorgegeben werden. Der Geschmack kommt erst an zweiter Stelle. Schade darum, denn viele alte Sorten werden da ausgemustert.

      Eigentlich wollte ich noch weitermachen, aber so kann ich neu schreiben.

      Bis bald und ein schönes(sonniges) Wochenende

      Lisa

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